TSC-Stipendium ermöglicht interdisziplinäre Einblicke und Forschung

Das Tuberöse Sklerose-Stipendium "Welcome to Cincinnati" bietet Medizinerinnen und Mediziner, die einzigartige Möglichkeit, die Arbeit der TSC-Clinic am Cincinnati Childrens Hospital Medical Center (CCHMC) und die Besonderheiten in der ganzheitlichen Betreuung von TSC-Patienten in einer der renommiertesten TS-Kliniken der Welt kennenzulernen. Diese Einblicke durfte in diesem Jahr die engagierte Kinder- und Jugendärztin, Dr. Wiebke Eckeberg, erhalten. 

 

Ein sechswöchiger Aufenthalt ermöglichte ihr zahlreiche Kontakte zu Patientinnen und Patienten aller Altersgruppen, wodurch ein breites Verständnis für unterschiedliche Krankheitsverläufe und therapeutische Bedürfnisse gewonnen werden konnte. Als besonders eindrucksvoll empfand die Stipendiatin die Arbeit der neu etablierten TAND-Klinik, die sich unter der Leitung von Dr. Darcy Krueger und Dr. Jamie Capal den Tuberöse Sklerose assoziierten neuropsychiatrischen Erkrankungen widmet. Dort erhalten Kinder, Jugendliche und Erwachsene die Möglichkeit, über Ängste, Verhaltensprobleme und psychische Belastungen zu sprechen, während gleichzeitig therapeutische Anpassungen vorgenommen werden können. 

 

Die enge Zusammenarbeit mit den führenden TSC-Expertinnen und -Experten Dr. David Franz, Dr. Darcy Krueger und Dr. David Ritter bot ihr vertiefte Einblicke in die klinische Versorgung und die neuesten Entwicklungen auf diesem Fachgebiet. Gleichzeitig war der Aufenthalt geprägt von einer intensiven interdisziplinären Zusammenarbeit, an der unter anderem Neurologen, Nephrologen, teilweise Pneumologen, Pflegekräfte, Genetiker, Sozialarbeiter, Physiotherapeuten sowie Ernährungswissenschaftler beteiligt waren. Der respektvolle Austausch auf Augenhöhe verdeutlichte, wie wichtig eine vernetzte Herangehensweise für die bestmögliche Versorgung von TSC-Betroffenen ist. 

Darüber hinaus hatte sie die die Möglichkeit, an zwei medizinischen Forschungsprojekten mitzuwirken: Eines der Projekte beschäftigt sich mit TSC in Kombination mit weiteren seltenen Erkrankungen.  Hier steht die Analyse und Interpretation komplexer Fallbeispiele im Vordergrund. Das andere Forschungsprojekt umfasst die Präzisionstherapie mittels mTOR-Inhibitoren. 

 

Ergänzend zu den TSC-bezogenen Tätigkeiten bot der Aufenthalt Einblicke in weitere neurologische Bereiche, darunter Neurofibromatose, neuromuskuläre Erkrankungen, seltene genetische Veränderungen wie GRIN- oder POLG-Mutationen sowie Autismus-Spektrum-Störungen. 

Wir wünschen Dr. Wiebke Eckeberg weiterhin viel Erfolg und freuen uns über ihr wertvolles Engagement für Menschen mit TSC.


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