TSC Research Network konkretisiert Planungen für TSC-Forscherkongress


Bereits im Rahmen der Jahrestagung der Patientenvereinigung im April 2023 fanden sich Forschungspreisträger, Ärzte aus dem Beirat der TS-Stiftung sowie weitere Projektpartner zusammen, um zu überlegen, wie vorhandene Synergien im Sinne neuer Forschungsprojekte rund um die seltene Erkrankung „TSC“ besser genutzt werden könnten. Der Grundstein hierfür soll im kommenden Jahr mit einem europaweiten TSC-Fachkongress gelegt werden. Darüber war man sich schon damals einig.

 

Wie genau die internationale Zusammenkunft ausgestaltet sein soll, wer zu den geladenen Gästen gehört und wie das Programm aussehen könnte, wurde durch die Gruppe nun Mitte November bei einer zweitägigen Sitzung in Wiesbaden im erweiterten Kreis konkretisiert. „Das sich hier in Deutschland bereits entwickelnde Forschernetzwerk soll auf diese Weise auf internationale Ebene gehoben werden“, unterstreichen Prof. Dr. Daniel Kümmel, Biochemiker an der Uni Münster, und PD Dr. Robert Waltereit, ärztlicher Direktor des Klinikums Marsberg. Beide hatten sich federführend um die Organisation des Treffens in November gekümmert und die entsprechende Agenda hierfür aufgesetzt.

 

Im Rahmen des Treffens wurden bereits neue Projektideen entwickelt, bei denen Naturwissenschaftler und Mediziner zusammenarbeiten werden. Wichtig ist es außerdem den Kontakt zwischen Ärzte und Forschenden noch stärker zu intensivieren. Das sei für alle als weitere Erkenntnis aus dem Treffen hervorgegangen: „Wir als Forschende befassen uns häufig mit der Untersuchung von Prozessen auf molekularer und biochemischer Ebene ohne dabei den konkreten Bezug zu Symptome und deren Ausprägungen beim Patienten zu kennen. Dazu braucht es die Erfahrungswerte der Mediziner, die Informationen aus dem Praxisalltag beisteuern können“, ergänzt Dr. Andrea Oeckinghaus, Biochemikern an der Uni Münster und ebenfalls Mitglied des Planungskomitees. Gemeinsam – so die Überzeugung aller Anwesenden – lässt sich in Zukunft im Sinne der Patienten noch einiges bewegen.

 

Welche Steine über den Forscherkongress in Rollen gebracht werden können und welche Forschungskooperationen wohl entstehen – wir sind selbst sehr gespannt und halten Sie natürlich auf dem Laufenden.