Stiftung verleiht TSC-Stipendium 2021

„Für meine künftige Arbeit mit unseren TSC-Patienten wäre der Aufenthalt in den USA eine große Möglichkeit, mich medizinisch, wissenschaftlich sowie auch zwischenmenschlich weiterzuentwickeln“, so Friederike Heidelberg. Mit ihrer durchweg positiven Einstellung konnte die  Nachwuchsmedizinerin den Vorstand der Deutschen Tuberöse Sklerose Stiftung nicht nur über ihr Bewerbungsschreiben, sondern auch in dem virtuell geführten Bewerbungsgespräch Ende Oktober von ihrer Eignung für das Stipendium im kommenden Jahr überzeugen.

 

Die 33-jährige Assistenzärztin befindet sich seit 2017 in Weiterbildung in der Kinder- und Jugendmedizin an den Sana Kliniken in Duisburg und strebt nach ihrer Facharztanerkennung eine weitere Spezialisierung in der Neuropädiatrie an. Auch danach möchte sie sich weiterhin in Duisburg einbringen, will dort schwerpunktmäßig die ambulante und stationäre Betreuung der TSC-­Patienten übernehmen und die im Rahmen des TSC-Zentrums Rheinland bereits etablierten Strukturen weiter ausbauen.

 

Mit Hauptaugenmerk auf die klinische Versorgung erhält sie am Cincinnati Children's Hospital unter der Leitung von Professor David Franz, eines langjährigen Freundes der deutschen TSC-Bewegung, damit nun die großartige Chance eine Vielzahl von Patienten und Krankheitsverläufen kennenzulernen, damit ihr Fachwissen zu vertiefen und dieses in den hiesigen Klinikalltag einzubringen.

 

„Auch, wenn wir derzeit noch nicht wissen, ob Corona die Einreise zulässt, haben wir uns nicht zuletzt auch deswegen dazu entschieden, das Stipendium für 2021 auszuschreiben“, so der Co-Vorsitzende der Stiftung, Prof. Roland Koch. Denn jedes Jahr, in dem die Stiftung keinen Stipendiaten entsenden könne, sei für die Stiftung letztendlich auch ein verlorenes Jahr, in dem ein Multiplikator für die deutsche TSC-Versorgungslandschaft verloren gehe.

 

Ein Umstand, der bedauerlicherweise schon für das an Dr. Afshin Saffari verliehene Stipendium für 2020 zutrifft, der die Hospitation leider auch in den kommenden beiden Jahren aufgrund privater Pläne nicht wahrnehmen kann. Umso mehr drücken wir Friederike Heidelberg die Daumen, dass alles klappt, und wünschen ihr bereits heute einen tollen und gewinnbringenden Aufenthalt.